Giftige und ungiftige Kräuter für Katzen

27.03.2024


Frühlingszeit ist Pflanzzeit!


Genauso wie wir freuen sich auch unsere Katzen über die frischen Pflanzen.
Viele haben einen anregenden Geruch, die feinen Blätter bewegen sich im Wind und laden zum Spielen ein.
Aber nicht alle Gewächse sind für die Tiere unbedenklich. Der Verzehr für Katzen giftiger Pflanzen kann zu verschiedensten Vergiftungserscheinungen kommen. Häufige Symptome sind Schwellung, Rötung oder Juckreiz an den Augen oder am Mund, Erbrechen oder Durchfall. Es kann auch zu Atembeschwerden, Schluckbeschwerden, Sabbern, Schwäche, einer Veränderung des Herzschlages oder übermäßigem Trinken oder Urinieren kommen. Manche Katzen reagieren auch mit Gleichgewichtsstörungen.
Zeigt die Katze Symptome, fahre so schnell wie möglich zum Tierarzt.
Nimm die Pflanze oder Teile davon mit, das erleichtert die Diagnose.

Umso wichtiger ist es, für den Garten, Balkon oder die Wohnung die richtigen Pflanzen auszuwählen. Denn in einem Katzenhaushalt sollten ausschließlich ungiftige Pflanzen in den für die Tiere zugänglichen Räumen sein. So kannst du die wohltuende Wirkung der Pflanzen genießen und deine Katzen sind sicher.

Sind deine Katzen reine Wohnungskatzen, so ist ein kleiner Kräutergarten eine große Bereicherung. Nimm eine Auswahl aus der Liste der ungiftigen Pflanzen und setze sie in eine Schale. Einige der Kräuter haben eine anregende oder sogar heilfördernde Wirkung. Da ist es dann auch kein Problem, wenn die Katze gerne daran knabbert.



Heute möchte ich dir einige Kräuter vorstellen, die in unseren Breitengraden gerne gepflanzt werden und auch den Menschen Freude machen.

ACHTUNG: Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Ungiftige Kräuter:

  • Baldrian: hat eine anregende Wirkung, der Duft soll den Pheromonen von Katzen ähnlich sein und versetzt sie in rauschartigen Zustand

  • Currykraut: eignet sich wegen seiner Unbedenklichkeit für den Katzenbalkon
  • Dille: zeichnet sich durch seine beruhigende Wirkung auf den Magen aus, wird auch öfter dem Futter beigemengt
  • Kamille: kann auch als Heilkraut angewendet werden

  • Katzengamander: ist dem Thymian ähnlich, zieht die Katzen durch seinen intensiven Geruch und Geschmack an und versetzt sie in einen Rauschzustand. Die Katzen reiben sich intensiv an den Blättern, wälzen sich über den Boden und knabbern an den Blättern. Manche Katzen werden dadurch besonders verschmust, andere regt das Kraut zum Spielen an.

  • Katzengras: gehört nicht unbedingt zu den Kräutern, es gilt jedoch auch hier etwas zu beachten.
    Verwende nur Süßgrassorten wie Hafer oder Weizen. Diese haben weiche Blätter. Sie helfen der Katze bei der Regulierung ihrer Verdauung und sind insbesondere beim Auswürgen der Haarballen von besonderer Bedeutung.
    Sauergrassorten wie das Zyperngras haben scharfkantige Blätter mit denen sich die Katze das Maul oder die Speiseröhre verletzen kann. Es kann auch zu Magenschleimhautentzündungen führen.
  • Katzenminze: gehört auch zu den Kräutern mit anregender Wirkung. Es animiert die Katzen zum Spielen und sie lieben es, sich daran zu reiben. Auf nervöse Katzen wirkt das Kraut oft beruhigend, manche Katzen jedoch können den Geruch nicht wahrnehmen.
  • Lavendel: alle Pflanzenteile sind ungiftig für Katzen, allerdings mögen sie den Geruch nicht gerne und lassen Abstand. Duftkissen mit Lavendel haben besonders für nervöse oder aggressive Katzen eine beruhigende Wirkung.
  • Liebstöckel
  • Rosmarin: Katzen mögen den Geruch und dürfen sogar problemlos daran knabber. Rosmarin hat eine entzündingshemmende Wirkun. Wenn sich die Katzen daran reiben, können sogar Flöhe abgehalten werden.
  • Salbei: mit seiner entzündungshemmenden und antiseptischen Wirkung ist dieses Kraut unbedenklich und wohltuend für Katzen
  • Thymian: auch daran darf die Katze knabbern. Thymian  wirkt sehr anziehend und kann ebenso als Heilkraut verwendet werden.
  • Zitronengras: gehört auch zu den Heilkräutern. Es wirkt antibakteriell und unterstützt die Verdauung. Manche Katzen finden den Geruch sehr anregend, andere flüchten lieber davor.


Leicht giftige Kräuter

Die folgenden Kräuter sollen der Katze nicht angeboten werden. Knabbert sie jedoch durch Zufall ein wenig daran stellt das kein Problem dar, nur in größeren Mengen kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Stelle sicher, dass die Katze genügend bekömmliche Alternativen wie Katzengras hat.

  • Basilikum: reich an ätherischen Ölen und durch diesen intensiven Geruch und die großen Blätter für die meisten Katzen uninteressant
  • Petersilie: der enthaltene Wirkstoff Oxalat ist harntreibend und kann zu Vergiftungen führen. In kleinen Mengen stellt die Pflanze kein Gesundheitsrisiko dar, soll aber nicht verfüttert werden

Giftige Kräuter

Von diesen Pflanzen muss die Katze unbedingt ferngehalten werden.

  • Schnittlauch: besonders gefährlich, da der Lauch leicht mit Katzengras verwechselt werden kann.
    Schwefelverbindungen zerstören die roten Blutkörperchen und es kann für die Katze zu tödlichen Vergiftungserscheinungen kommen.
    Der Verzehr von Schnittlauch ist ein Notfall und es muss sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.
  • Auch bei Anis, Bärlauch, Beifuß, Fenchel, Mädesüß und Oregano ist Vorsicht geboten und du sollst deine Katze von diesen Kräutern fernhalten.